Würzburg (POW) 3735 Beratungsfälle hat die Beratung für Ehe-, Familien- und Lebensfragen (EFL) der Diözese Würzburg im Jahr 2016 in ihren zehn unterfränkischen Beratungsstellen betreut. Die Zahl der beratenen Personen war mit insgesamt 4592 im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gestiegen (2015: 4587). Die Diözese Würzburg trägt mit mehr als 1,8 Millionen Euro den Hauptteil der Kosten für die Beratungsstellen, schreibt die EFL in ihrem Jahresbericht 2016.
Deutlich mehr Frauen als Männer nutzten das Beratungsangebot. So wurden im vergangenen Jahr 2687 Frauen (59 Prozent) und 1905 Männer (41 Prozent) gezählt. Die meisten Beratungsfälle wurden in der Region Schweinfurt bearbeitet (1379), gefolgt von der Region Würzburg (1214) und der Region Aschaffenburg (1142). Insgesamt wurden in den drei Regionen 16.442 Beratungsstunden durchgeführt. Dabei standen die Paarberatung (47 Prozent) und die Einzelberatung (44 Prozent) im Vordergrund. 87 Prozent aller Beratungsfälle waren nach fünf oder weniger Gesprächskontakten beendet. Das Angebot wird auch über die Bistumsgrenzen hinweg angenommen: 229 Personen aus benachbarten Bundesländern ließen sich beraten. Die Beratung steht jedem offen, unabhängig von Konfession, Nationalität, Weltanschauung, Familienstand oder geschlechtlicher Orientierung, betont die EFL auf ihrer Homepage.
Rund die Hälfte der Klienten war zwischen 30 und 49 Jahre alt. Am häufigsten war die Altersgruppe ab 50 Jahren vertreten (33 Prozent), gefolgt von den 40- bis 49-Jährigen (26 Prozent) und den 30- bis 39‑Jährigen (21 Prozent). Die größte Gruppe der Ratsuchenden waren verheiratete leibliche Eltern (31 Prozent). Bei jeweils 16 Prozent lag die Zahl derer, die ohne oder ausschließlich volljährige Kinder haben. Der Anteil alleinerziehender Mütter und Väter lag bei insgesamt sechs Prozent der Beratungsfälle, jener der Patchworkfamilien ebenfalls bei sechs Prozent. In vier Prozent der Fälle handelte es sich um Väter oder Mütter, die nicht mit ihren Kindern zusammenleben. Ebenfalls vier Prozent waren nicht verheiratete leibliche Eltern.
Bewährt haben sich laut Jahresbericht wiederum die Angebote für besondere Zielgruppen, beispielsweise die Paarberatung in der Justizvollzugsanstalt Würzburg oder die Beratung für Menschen mit einer Gehörbeeinträchtigung beziehungsweise Gehörlosigkeit.
Der inhaltliche Teil des Jahresberichts befasst sich mit dem Thema „Online-Beratung“. Onlineberater aus der Diözese Würzburg stellen die verschiedenen Aspekte dieser Beratungsform vor. Insgesamt wurden im Jahr 2016 von den Onlineberatern in Bayern 452 Klienten beraten.
Die EFL ist mit zehn Beratungsstellen in der Diözese Würzburg vertreten: Beratungsstelle Aschaffenburg mit den Außenstellen Alzenau und Miltenberg, Beratungsstelle Schweinfurt mit den Außenstellen Bad Kissingen, Bad Neustadt und Haßfurt sowie die Beratungsstelle Würzburg mit den Außenstellen Lohr am Main und Kitzingen. Mit mehr als 1,8 Millionen Euro trägt die Diözese Würzburg rund 81 Prozent der Kosten für die Beratungsstellen. Der Freistaat Bayern gibt 238.500 Euro an Zuschüssen (10,6 Prozent). Dazu kommen kommunale Zuschüsse in Höhe von insgesamt 137.000 Euro (6,1 Prozent) sowie Spenden von Klienten in Höhe von 41.800 Euro (zwei Prozent).
Erhältlich ist der Jahresbericht 2016 bei den Beratungsstellen für Ehe-, Familien- und Lebensberatung Aschaffenburg, Telefon 06021/21189, in Schweinfurt, Telefon 09721/18487, in Würzburg, Telefon 0931/38669000, sowie im Internet unter www.eheberatung-wuerzburg.de.
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