In seiner Predigt ging Rainer Durstewitz darauf ein, dass über die Himmelfahrt Mariens nichts in der Bibel berichtet wird. Einer Legende nach, so der Festprediger, heißt es, dass beim Öffnen von Marias Grab Pflanzen, Rosen und Kräuter dufteten und ihr Leichnam nicht im Grabe lag. Die Theologie sagt, dass Maria die erste Person ist, die ihrem Sohn mit Leib und Seele in den Himmel folgen durfte. Das steht als Hoffnungsbild für uns Menschen. Aufgrund dieser Legende entsprang der Brauchtum, Kräutersträuße zu binden.
Traditionell gehören 7 Kräuter, die je für einen Wochentag stehen, in die „Wärzberre“: die gelbe Königskerze, Johanniskraut, Salbei, Schafgarbe, Getreide, Wermut und Kamille. Freilich kann die Kombination variieren.
Am Ende der Messfeier trat Christian Wohnsland, der Vorstand des Hörsteiner Pfarrteams, ans Mikrofon und berichtete von der Kräuterstraußaktion. Um die 20 Personen haben am Vortag Wärzberren für die Gemeinde gebunden. Trotz der anhaltenden Dürre konnten 26 Kräuter gefunden werden, teils aus der Natur, teils Spenden aus privaten Gärten. Diese wurden zur Freude der Gemeinde im Anschluss an den Gottesdienst an die Gemeinde ausgeteilt.
Zuvor hat Pfarrer Durstewitz die Kräutersträuße gesegnet, mit Weihwasser besprengt und mit Weihrauch beweihräuchert. Insgesamt sind 221 € gespendet worden. Diese sind für den Erhalt der Pfarrkirche und des Pfarrheims bestimmt. Die Gemeinde drückte ihren Dank an die Wärzberrenbinder durch einen kräftigen Applaus aus.
© Christian Wohnsland








