Leider hat es nicht geklappt. Menschenfischer sollten sie werden. Doch dann ist es damit aus. Nach der Katastrophe des Todes Jesu haben sie Jerusalem verlassen. Nur weg von hier. Zurück in alt vertrauter Umgebung tun sie das, was sie einmal gelernt haben: „Ich gehe fischen,“ sagt Petrus und die anderen kommen mit. Die ganze Nacht wird geschuftet, doch die Netze bleiben leer. Und dann auch noch die Frage des Fremden am Ufer:
„Habt ihr keinen Fisch zu essen?“
Wir haben nichts. Wir sind am Nullpunkt.
Der Schwung des Anfangs ist verflogen. Die Begeisterung lässt nach. Widerstände erfährt die junge Gemeinde von außen und innen. Wird es uns da gelingen, die Fackel des Glaubens weiterzugeben? So fragten die Christen damals und wir fragen es uns heute.
Da, wo wir am Ende sind, ohne Erfolg und ohne Perspektive, gerade dann steht der Auferstandene plötzlich da, ganz unerwartet am Ufer unseres Lebens. Festhalten können wir ihn nicht, aber er lädt uns ein zum Mahl.
„Du bist Christus, Tür zum Leben, du gibst alles, du nimmst nichts. Die Liebe ist deine Macht. Bleib, Herr, bei uns bei Tag und Nacht in Zeit und Ewigkeit….“ GL 835,5
Albin Krämer

