Am 18. April 2026 verwandelte sich die Wallfahrtskirche „Maria im grünen Tal“ in Retzbach in einen Ort der besonderen Begegnung. Unter dem Motto „Muteinander unterwegs - lasst uns froh und mutig sein“ lud die Pfarrei zu einer Nacht der offenen Kirche ein, die Architektur, Kunst und Musik zu einem harmonischen Gesamterlebnis verband.
Von 19:00 bis 22:00 Uhr strömten zahlreiche Besucher in den feierlich illuminierten Kirchenraum. Die Moderation und Gestaltung des Abends lag in den Händen des gesamten Gemeindeteams Retzbach: Christiane Probst, Gabriele Lieblein, Silvia Kuhn, Gertrud Probst, Stefan Lehrmann und Alois Hagenauer führten gemeinsam durch das Programm und setzten die geistlichen Impulse.
Ein Weg durch Kunst und Klang
Zentrales Element der spirituellen Betrachtungen war der Bilderzyklus der Künstlerin Doris Hopf. Die Werke führten die Besucher durch sechs Themenbereiche:
- Hoffnung: Das s’Chörle Zellingen unter der Leitung von Elisabeth Ludwig eröffnete den Abend. Das Bild „Wegbegleiter“ stand im Zentrum, untermalt von Liedern wie „Zwei oder Drei“, „Who gives healing and peace“ und „Du stellst meine Füße“.
- Frieden: In dieser Einheit lernten die Zuhörer den berührenden Briefwechsel zwischen der deutsch-israelischen Autorin Katharina Höftmann Ciobotaru und dem jungen Iraner Sohrab kennen. Musikalisch untermalten Organist Moritz Franke und Flötistin Bettina Röthlein diesen Teil mit Werken von Guami, Karg-Elert und Bédard.
- Glauben: Nach der Einleitung durch Psalm 119 stand das Bild „Pilgern – Woher, wozu, wohin?“ im Fokus. Ein tieferer spiritueller Impuls erfolgte durch die Lesung des Textes „Begegnung mit Gott auf dem Pilgerweg“ von Doris Hopf. Der Projektchor Retzbach-Zellingen begleitete diese Einheit kraftvoll mit Liedern wie „Ich glaub an einen Gott der singt“, „Sancta Maria“ und „Die Rose“.
- Zu sich selbst: Die „Oldies“ des Spielmanns- und Fanfarenzugs Retzbach setzten mit Stücken wie „Halleluja“, dem „Trommelmann Medley“ und „Yesterday“ musikalische Akzente. Für eine heitere Note sorgte der Text „Wir sind Christen“ von Tobias Petzold, der bei vielen Zuhörern ein Schmunzeln hervorrief. Mit „Guten Abend, gute Nacht“ schloss diese Einheit.
- Zu Mitmenschen: Der Chor GreenValleyS überraschte mit einer Besonderheit: In vier Versionen des Chorals „Jesus meine Freude“ wurden moderne Spirituals wie „Nearer, still nearer“ und „I can tell the world“ eingeflochten. Den Abschluss bildete der „Abendsegen“ von Josef Rheinberger.
- Zu Gott: Der letzte Teil wurde von Gemeindereferent Ulrich Nottka an der Gitarre gestaltet. Ein bewegendes Zwiegespräch über den Mut von Sarah Brimer und Christiane Probst sowie Sarah Brimers persönlicher Text „Martha steht nicht auf“ luden zur Reflexion ein. Gemeinsam sang die Gemeinde „Meine Hoffnung und meine Stärke“ und „Jesus, Erlöser der Welt“.
Mit dem Segen und dem Lied „Diesen Tag Herr leg ich zurück in deine Hände“ fand der Abend in der Kirche einen würdigen Ausklang.
Auch vor der Kirchentür ging das Erlebnis weiter: Unsere Ministranten bewirteten die Gäste am Kirchplatz mit Getränken und Snacks. In entspannter Atmosphäre wurde hier noch lange über die Bilder, die Texte und die Musik des Abends gesprochen. Wir danken allen Mitwirkenden, den Musikgruppen und der Künstlerin Doris Hopf für dieses beeindruckende Zeugnis unseres Glaubens.
Weitere Einblicke in den Bilderzyklus finden Sie unter: www.dorishopf.de













