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Handlungsfelder des Umweltmanagements

 

Handlungsfelder des Umweltmanagements

1. Umweltbestandsaufnahme

Anhand von Checklisten ermittelt die Pfarrei beziehungsweise Einrichtung, wie hoch ihr Verbrauch an Strom, Benzin, Büromaterialien, Reinigungsmittel usw. ist, und welche Belastungen für die Umwelt davon ausgehen. Neben diesen "direkten" auswirkungen" werden auch indirekte Effekte untersucht - z.B. durch Mitarbeiterbildung zu Umweltthemen, Beratungstätigkeit, Öffentlichkeitsarbeit, Kriterien der Geldanlage, Unfallvorsorge / Arbeitssicherheit.
Diese Bestandsaufnahme ist arbeitsintensiv, doch gewinnen die Beteiligten dadurch auch Erkenntnisse über offensichtliche Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten. Festgehlaten wird auch, wer bisher wofür zuständig ist und ob eventuell Rechtsvorschriften nicht eingehalten werden.

2. Umwelt-Leitlinien

In kirchlichen Einrichtungen lebt das Umweltmanagement von der Motivation der Mitarbeiter/innen. In den Leitlinien bringen sie zum Ausdruck, von welchen Werten und Überzeugungen, Zielen und Visionen sie sich ihrem Einsatz leiten lassen.

3. Umweltprogramm

In ihrem Umweltprogramm legt die Einrichtung konkrete, messbare Ziele für die nächsten drei Jahre fest und benennt, wer für die Umsetzung welcher Maßnahmen bis zu welchem Termin verantwortlich ist.

4. Umweltmanagementsystem

Aufgaben und Zuständigkeiten werden festgelegt, etwa wer für die Leitung der Umweltfragen zuständig ist, worum sich der Umweltausschuss zu kümmern hat, der Hausmeister, Messner...  Für die Schulung der Mitarbeiter/innen in Umweltfragen wird ein Plan erstellt. Der Umweltmanagementbeauftragte koordiniert, ´motiviert und unterstützt. Er betreut das Umwelt-Handbuch mit allen wichtigen Unterlagen.

5. Umwelterklärung

Die Einrichtung informiert in der Umwelterklärung über ihre Umweltschutzziele, die Daten der Bestandsaufnahme, über Managementsystem und Umweltprogramm.

6. Validierung

Ein externer Gutachter prüft und bestätigt (validiert), dass die Kirchengemeinde/Einrichtung die in der Verordnung der EU zum sog. Umwelt-Audit (EMAS) enthaltenen Anforderungen erfüllt. Wer sich begutachten und dann in ein Standortregister eintragen lässt, kann mit dem EMAS-Logo sein vorbildliches Eintreten für die Schöpfung präsentieren (auf Briefkopf und Homepage, Plakaten und Tafeln...
In Anlehnung an EMAS wurde für kleinere kirchliche Einrichtungen inzwischen auch ein einfacheres und preiswerteres System entwickelt, der "Grüne Gockel".